Ab wann ist Durchfall gefährlich?

Durchfall ist ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung. Wie gefährlich Durchfall ist, hängt also davon ab, welche Problematik sich dahinter verbirgt. Blutiger Durchfall ist immer ein Alarmzeichen, ebenso wie Stuhl mit Beimengung oder Auflagerung von Schleim und Eiter. Bei „normalem“ Durchfall stellt die Austrocknung (Dehydratation) des Patienten die größte Gefahr dar. Werden viele wässrige Stühle abgesetzt und nicht genügend Flüssigkeit und Elektrolyte zugeführt, drohen Kreislaufprobleme und Organschädigungen besonders der Nieren. Trockene Schleimhäute, Schwindelgefühl, wenig dunkler (sehr konzentrierter) Urin, bis hin zu stehenden Hautfalten sind deutliche Alarmzeichen für eine rasche ärztliche Abklärung.

Wann zum Arzt bei Durchfall?

Besonders bei Säuglingen und Kindern, alten Leuten und Menschen mit Grunderkrankungen darf nicht zu lange mit dem Arztbesuch gewartet werden. Ihr Allgemeinzustand kann sich bei Durchfall schnell und unerwartet verschlechtern. Dauert Durchfall auch ohne deutliche Dehydratationszeichen länger als zwei Wochen, ist ein Arztbesuch ebenfalls angezeigt. Blutiger Durchfall, sehr dunkler Stuhl (Teerstuhl) und begleitend hohes Fieber legen eine ernsthafte Erkrankung nahe, die diagnostiziert und behandelt werden muss. Generell ist eine frühe ärztliche Abklärung bei Durchfall zu empfehlen. Besondere Vorsicht ist nach einem Auslandsaufenthalt, speziell in den Tropen, angezeigt.